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Energiestadt Label

Energiestadt Label

Andermatt ist dritte Energiestadt im Kanton Uri

Die fortschrittliche Energiepolitik von Andermatt findet national Anerkennung: Die Gemeinde Andermatt wird für ihre Leistungen für eine nachhaltige Energiezukunft mit dem begehrten Label Energiestadt ausgezeichnet. Andermatt ist damit die dritte Energiestadt in Uri.

Der Schutz des Klimas gehört heute zu den dringendsten Aufgaben. Politik und Öffentlichkeit haben das Problem erkannt und sind immer mehr bereit zu handeln. 205 zertifizierte Energiestädte, darunter Erstfeld und Altdorf, zeigen, was die Gemeinden für ein gesundes Klima tun können. Andermatt ist nun auch eine davon und damit eine wichtige Vorreiterin für eine zukunftsweisende Energiepolitik.

In Andermatt steht Nachhaltigkeit längst auf der politischen Agenda. Mit zahlreichen Massnahmen schont die Gemeinde das Klima und steigert zugleich die Lebensqualität der Bevölkerung. Andermatt setzt auf eine nachhaltige Entwicklungsplanung, auf Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Die Gemeinde fördert zudem eine umweltverträgliche Mobilität und energiesparendes Bauen.

Dafür wurde nach zweijähriger Bearbeitungsphase der Gemeinde Andermatt nun erstmals das Label Energiestadt verliehen. Dieses unterliegt strengen Qualitätskriterien und ist ein Leistungsausweis für eine ergebnisorientierte Energiepolitik. Gemeinden, die das Label tragen, geniessen einen Standortvorteil im Wirtschaftswettbewerb. «Die Gemeinde Andermatt zeigt, dass sie Verantwortung für die künftigen Generationen übernimmt. Andermatt gestaltet auf kommunaler Ebene eine nachhaltige Energiezukunft mit und schützt so Umwelt und Klima», sagt Kurt Egger, Leiter des Programms Energiestadt.

Nachhaltigkeit auf verschiedensten Ebenen

Um das Label zu erlangen, müssen mindestens 50 Prozent der von Energiestadt definierten Massnahmen geplant oder umgesetzt sein. Andermatt hat dieses Ziel mit 55.6 Prozent gut erreicht. Insgesamt werden sechs Bereiche bewertet: Entwicklung/Raumordnung, Kommunale Gebäude und Anlagen, Versorgung/Entsorgung, Interne Organisation, Kommunikation/Kooperation. Die Energiestadt Andermatt schnitt besonderes in den Bereichen Kommunale Gebäude und Anlagen, Versorgung/Entsorgung und Entwicklung/Raumordnung sehr gut ab.

Besonders lobend erwähnt wurden folgende Massnahmen:

  • Energetische Vorgaben für das Projekt Tourismus Resort
    Der ägyptische Investor Sawiris plant mit seinem Projekt Tourismus-Resort die Gemeinde Andermatt wesentlich zu vergrössern. Die Gemeinde Andermatt kooperiert mit dem Investor indem sie ihm Bauland verkauft und eine gemeinsame Nutzung von Sportanlagen vereinbart hat. Sie hat aber auch Bedingungen für das Projekt im Bereich Planung, Umwelt, Energie formuliert. Sämtliche Bauten sollen im Minergiestandard erstellt werden. Als Alternative wird ein Wärmebezug aus einem Holzschnitzelheizwerk angeboten. Die Baukommission verfügt den Anschluss an die Fernheizung, soweit dies energetisch sinnvoll und wirtschaftlich tragbar ist.
  • Elektrizitätswerk Ursern
    Das EWU betreibt aktuell 3 Wasserkraftwerke und eine Windkraftanlage. In der Gemeinde Andermatt wird praktisch nur erneuerbarer Strom konsumiert. Die Erstellung der Windturbine auf dem Gütsch, in dieser hochalpinen Lage, war eine Pionierleistung. Nun plant das Werk an zwei weiteren Standorte weitere Windkraftanlagen. Es fördert auch die Erstellung von Sonnenenergieanlagen mit finanziellen Beiträgen.


Weitere Auskünfte erteilt Ihnen

Frau Yvonne Baumann
Kommissionspräsidentin/Projektleiterin Energiestadt
Gemeindeverwaltung Andermatt
Kirchgasse 10
6490 Andermatt
Tel. 041 888 71 42
yvonne.baumann@andermatt.ch


Das Label Energiestadt wirkt

Das Label Energiestadt ist eine Auszeichnung des Bundesamtes für Energie und des Trägervereins «Label Energiestadt» und wird jenen Gemeinden verliehen, die ausgesuchte energiepolitische Massnahmen realisiert oder beschlossen haben. Heute tragen 205 Gemeinden und zwei Regionen das Label (Stand November 2009). Insgesamt leben heute über 3 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner in einer Energiestadt. Gemeinsam sparen Energiestädte im Jahr über 87'000 Tonnen CO2, 80 Millionen Kilowattstunden Strom und 340 Millionen Kilowattstunden Brenn- und Treibstoff. Hinzu kommt, dass mit der konsequenten Förderung eines nachhaltigen Lebensstils gut 220 Arbeitsplätze geschaffen werden. Letztes Jahr feierte das Programm Energiestadt das 20-Jahr-Jubiläum.

www.energiestadt.ch